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16.12.2016 / Ausland / Seite 7

Polens Imageproblem

Wegen wachsender Fremdenfeindlichkeit fürchten polnische Hochschulen ums Geschäft

Reinhard Lauterbach

Der Vorfall passierte vor ein paar Tagen im nordpolnischen Bydgoszcz. Eine Gruppe türkischer und bulgarischer Studenten der örtlichen Universität war abends in der Straßenbahn unterwegs. Drei gleichaltrige polnische Betrunkene begannen, sie rassistisch zu beschimpfen. Zu größeren Handgreiflichkeiten kam es nicht, weil der Straßenbahnfahrer die Polizei benachrichtigte, die die Täter an der nächsten Haltestelle in Empfang nahm. Sie wurden nach einer Nacht in der Ausnüchterungszelle am nächsten Morgen wieder freigelassen.

Der Vorfall ist keine Ausnahme, sondern gehört zu einer Reihe von Angriffen auf ausländische Studenten in Polen. Erst vor kurzem wurde ein italienischer Student in Szczecin beim Verlassen einer Kneipe beschimpft und geschlagen, bis sein Nasenbein gebrochen war. Vor zwei Monaten überfielen 20 Rechte eine Gruppe von türkischen Studierenden in Torun, im Sommer verprügelten Einheimische, ebenfalls in Bydgoszcz, Stipendiaten des EU-Austauschprogr...

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