14.12.2016 / Schwerpunkt / Seite 3

Rekrutierungsoffensive

Die Bundeswehr will einen »Kampf um die Talente« mit der Wirtschaft führen. Nun wirbt sie um »JeoS«: »Junge Erwachsene ohne Schulabschluss«

Peer Heinelt

Die Bundeswehr hat ein handfestes Personalproblem: Deutlich mehr als 185.000 Soldaten hätte das Bundesverteidigungsministerium (BMVg) gerne, aber weniger als 177.000 stehen derzeit im Sold der Truppe. Den sogenannten freiwilligen Wehrdienst bricht jeder dritte in den ersten sechs Monaten ab. Das BMVg spricht offiziell von eklatanten »personelle(n) Engpässe(n)«. Besonderer »Mangel« herrsche bei »Spezialisten« in »technischen und informationstechnischen sowie sanitätsdienstlichen Bereichen«; auch fänden sich zu wenige, die über die von ihnen verlangten »anspruchsvollen körperlichen Voraussetzungen« verfügen. Doch damit nicht genug: Etwa die Hälfte der heute aktiven »Zivilbeschäftigten« werde die Armee bis 2030 »altersbedingt verlassen«, heißt es.

Eine neue »Personalstrategie«, die Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) Anfang Dezember der Öffentlichkeit präsentierte, soll nun die heißersehnte Wende bringen. Erklärtes Ziel ist es demnach, »d...

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