13.12.2016 / Ansichten / Seite 8

Dialog statt Blockade

Kuba und EU unterzeichnen Abkommen

Volker Hermsdorf

Mehr als zwanzig Jahre hat die Europäische Union gebraucht, um die Unabhängigkeit und Souveränität des sozialistischen Kubas zumindest formal anzuerkennen. Das ist mit der gestern in Brüssel erfolgten Unterzeichnung einer Vereinbarung über politischen Dialog und Zusammenarbeit erfolgt. Bis dahin waren auch sozialdemokratisch geführte Regierungen den Vorgaben des ultrarechten früheren spanischen Ministerpräsidenten José Maria Aznar gefolgt. Der international agierende Antikommunist hatte die EU mit dem von ihm 1996 formulierten »Gemeinsamen Standpunkt« dazu gebracht, normale Beziehungen zu Havanna von einem Systemwechsel abhängig zu machen. Brüssel folgte den Vorgaben aus Washington, und Kuba wurde zum einzigen Land Lateinamerikas, mit dem die EU kein Kooperationsabkommen abschloss. Die an Kolonialzeiten erinnernde politische Arroganz der Europäer hat der Karibikinsel jahrelang geschadet, die EU jedoch in La...

Artikel-Länge: 2853 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe