Gegründet 1947 Freitag, 19. Juli 2019, Nr. 165
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10.12.2016 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Selbstausbeutung im Interesse des Kapitals«

Gespräch. Mit Thomas Bedall. Über die Aktualität von Marx, politische Freiheiten in der Gastronomie und wie die 68er dem Kapitalismus den Weg in die Postmoderne ebneten

Sie sind nicht nur eine Schlüsselfigur des Münchner Nachtlebens, sondern haben kräftig in der hiesigen Linken mitgemischt. Wie kam es dazu?

Ich bin 1961 nach München gekommen und auf die Realschule gegangen. Das fiel dann weiter in die Hochzeit der Kritik am Vietnamkrieg, was bestimmt im Alter von 15 Jahren ein Politisierungsgrund war. Ein zweiter ausschlaggebender Moment lag darin, dass ich damals von Willy Brandt ganz angetan war und mich in der SPD engagiert habe. Ich war dann eine Zeitlang mit Christian Ude stellvertretender Juso-Vorsitzender von München, die in der Stadt in ein radikales und ein reformistisches Lager gespalten waren.

Wann haben Sie begonnen, sich mit linker Theorie auseinanderzusetzen?

Ich habe nach dem Realschulabschluss eine kaufmännische Lehre gemacht und war in den frühen Siebzigern als Lehrling bei Krauss-Maffei in der IG Metall als Jugendvertreter engagiert. Zu dieser Zeit gab es die »Revolutionäre Arbeiterjugend«. Später wechselt...

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