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10.12.2016 / Feuilleton / Seite 10

Musik als Feldversuch

Mit Grille ohne Gleichschritt: Die Komponistin Limpe Fuchs spielt in Berlin

Robert Mießner

Ist es eine Tür, die da singt, oder eine Bratsche, die knarrt? Limpe Fuchs meinte in einem Interview mit dem Bayrischen Rundfunk: »Ich mag den Klang, wenn man eine Tür aufmacht.« Auf ihrem aktuellen Album »Gestrüpp« ist beides möglich. Die Instrumentenliste liest sich wie folgt: Pendelsaiten, Viola, Perkussion, Gänse, Kabeltrommel, Stimme, Serpentit-Lithophon, Pendelbass, Klanghölzer, Holzkugel, Blechtrommel, Horn und Bronzeblech. Nicht aufgeführt, aber deutlich vernehmbar ist eine Motorsäge. Ebenso der Gesang einer Grille im Eröffnungsstück, das dem Hörer die Eingangsfrage stellt. Das alles klingt, als stünde keine Anstrengung dahinter, nach der spielerischen Sicherheit eines Kindes. Sich selbst beschreibt die 1941 in München geborene Musikerin Fuchs als »Komponistin akustischer und visueller Ereignisse«.

Einem solchen wohnte der Spiegel-Reporter Fritz Rumler im April 1969 bei, im Zirkus Krone in München sah er eine »Underground Explosion«. Geboten wurden...

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