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10.12.2016 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Zum Kahlschlag freigegeben

EU setzt durch, dass die Ukraine das Moratorium auf Holzexport aufhebt. Das wird den Raubbau legalisieren

Reinhard Lauterbach

Nach anderthalb Jahren gibt die Ukraine offenbar den Widerstand gegen den unbeschränkten Export von Holz aus ihren Wäldern auf. Präsident Petro Poroschenko erklärte vor einem EU-Ukraine-Gipfel, er bestehe nicht mehr auf dem im April 2015 vom ukrainischen Parlament verhängten zehnjährigen Exportstopp für unbearbeitetes Rundholz. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker äußerte sich Ende November zufrieden; damit sei eine Bedingung erfüllt, um die vereinbarte Tranche eines Kredits in Höhe von 600 Millionen Euro an die Kiewer Regierung auszuzahlen. Die hat das Geld bereits verplant, um ihr laufendes Haushaltsdefizit zu decken.

Das offizielle Argument für den Holzexportstopp war, dass die ukrainische Holz- und Möbelindustrie geschützt und Wertschöpfung im Land gehalten werden müsse. Für einen Raummeter Rohholz werden nach ukrainischen Angaben auf dem Markt 80 bis 90 US-Dollar erzielt; verarbeitetes Holz würde ein Mehrfaches einbringen. Außerdem sollte die r...

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