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10.12.2016 / Ausland / Seite 7

Erst gehasst, dann geschasst

Südkoreas Präsidentin Park Geun-Hye ist ihres Amtes enthoben und von Premier Hwang Kyo-Ahn abgelöst worden

Rainer Werning

Um 16:13 Uhr Ortszeit stand am Freitag fest, dass die seit Oktober in der Republik Korea (Südkorea) an jedem Wochenende stattgefundenen Massenproteste erfolgreich waren. Die seit Februar 2013 amtierende Präsidentin Park Geun-Hye erlitt ein politisches Debakel ohnegleichen: 234 von 300 Parlamentariern stimmten in der Nationalversammlung für die Amtsenthebung Parks – eine Zweidrittelmehrheit hätte ausgereicht. Nunmehr hat das Verfassungsgericht binnen 180 Tagen letztinstanzlich über die Rechtmäßigkeit der Amtsenthebung zu befinden. Bestätigt die Mehrheit der Richter das Verdikt gegen Park, müssen anschließend innerhalb von zwei Monaten Neuwahlen abgehalten werden. Erklären die Richter das gestrige Votum hingegen für unrechtmäßig, wäre Park rehabilitiert und wieder im Amt – was mehr als unwahrscheinlich ist.

Auslöser für das Amtsenthebungsverfahren gegen die Präsidentin waren ein millionenschwerer Korruptionsskandal um ihre engste Vertraute Choi Soon-Sil und ...

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