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10.12.2016 / Inland / Seite 2

»Mehr als 1.000 Besucher sind noch traumatisiert«

Die Linke in Nordrhein-Westfalen will Untersuchungsausschuss, um Verantwortung für Loveparade-Unglück 2010 zu klären. Gespräch mit Oliver Schulz

Claudia Wrobel

Bei der Loveparade 2010 in Duisburg sind 21 Menschen gestorben, 541 weitere wurden verletzt. Sie setzen sich für eine parlamentarische Aufklärung des Unglücks ein. Doch zunächst: Wie ist der Stand der juristischen Aufklärung des Falls?

Die Aufarbeitung vor Gericht hat sich sehr lange hingezogen. Natürlich war sie auch sehr umfangreich. Die Staatsanwaltschaft Duis­burg hat gegen zehn Beschuldigte Anklage erhoben. Diese wurde vom Landgericht aber nicht zugelassen. Das Ergebnis der Ermittlungen rechtfertige kein Strafverfahren, da einzelnen Beschuldigten keine individuellen Strafvorwürfe gemacht werden könnten. Dagegen hat die Staatsanwaltschaft Beschwerde eingelegt, aber die Entscheidung des Oberlandesgerichts steht noch aus.

Die individuelle Schuld ist ja das eine, aber zu dem Unglück haben auch strukturelle Fehler geführt. Warum gab es trotzdem noch keine parlamentarische Aufarbeitung des Geschehens?

In den vergangenen beiden Wahlperioden gab es immer mal wi...

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