08.12.2016 / Sport / Seite 16

Ein Mann deutscher Schule

Trainer Niko Kovac verleiht den Adlern aus Frankfurt Flügel

Rouven Ahl

Das Relegationsrückspiel der Bundesligasaison 2015/16 ist zu Ende. In einem hart umkämpften Spiel schlägt Eintracht Frankfurt den 1. FC Nürnberg mit 1:0 durch ein Tor von Haris Seferovic. Die Hessen bleiben im deutschen Oberhaus, während die »Clubberer« ein weiteres Jahr in der zweiten Liga verbringen müssen. Die Nürnberger Spieler sind am Boden zerstört, sie können teilweise die Tränen nicht zurückhalten. Niko Kovac nimmt sie in dem Arm und spendet Trost. Das Besondere ist: Er ist der Trainer der Sieger. Für die Geste verleiht der Deutsche Fußballbund ihm später die Fair-play-Medaille, er selbst meint: »So bin ich einfach. Das entspricht meiner Einstellung.«

Mit dem guten Betragen in Fußballstadien hatte es der ehemalige Bundesligaprofi nicht immer. Als kroatischer Nationaltrainer war es für ihn etwa kein Problem, dass Verteidiger Josip Simunic nach einem Spiel gegen Island 2013 über das Stadionmikrophon die Parole der Ustascha-Faschisten skandierte. Kova...

Artikel-Länge: 6368 Zeichen

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich

Jetzt die junge Welt abonnieren und Zugriff auf alle Artikel erhalten!

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe