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07.12.2016 / Antifa / Seite 15

Terrorhelfer mit Dienstmarke?

Polizist soll »Gruppe Freital« den Rücken freigehalten haben. Obwohl die Staatsanwaltschaft seinen Namen kennt, ermittelt sie gegen Unbekannt

Susan Bonath

Wer nichts herausfinden will, schaut weg. So praktiziert es offenbar die Dresdner Justiz im Fall der rechtsextremen »Gruppe Freital« und ihrer Verbindungen zur Polizei. Vom Sommer bis zum Herbst 2015 verübten die Neonazis mindestens fünf Anschläge in Freital und Dresden. Betroffen waren Geflüchtete und Linke. Seit einem Jahr weiß die Staatsanwaltschaft: Ein sächsischer Polizist soll der mutmaßlichen Terrorgruppe dabei geholfen haben. Wie nun der Spiegel berichtete, wurde in einer Vernehmung eines Verdächtigen im August auch dessen Name genannt. Doch die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Unbekannt.

Rädelsführer Timo S. (27) soll bereits im Dezember 2015 bei einer Vernehmung erklärt haben, man habe »Tips« von der Bereitschaftspolizei erhalten. Dies berichtete Zeit online am Sonntag. Den Kontakt dorthin habe sein Kumpel Patrick F. (25), zweiter Kopf der Gruppe, gepflegt. Der Beamte habe die Terrorverdächtigen etwa vorgewarnt, wenn die Polizei in der Nähe gew...

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