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07.12.2016 / Feuilleton / Seite 14

Rotlicht: Euro-Gruppe

Simon Zeise

Geld ist der moderne Gott, das Über-Ich des Kapitalismus. Als allgemein gültiges Äquivalent vermittelt Geld den Waren innewohnenden Wert: Arbeitskraft. Über Kredite erhält man Ansprüche auf künftige Arbeitskraft, Schuldner verpflichten sich im Gegenzug dazu, Arbeitskraft zur Verfügung zu stellen. Grundsätzlich verhält es sich auch so mit der Gemeinschaftswährung, der die meisten Länder der Europäischen Union beigetreten sind.

Der Euro basiert auf dem »Stabilitäts- und Wachstumspakt«, der in den Verträgen von Maastricht von 1992 geregelt ist, in dem sich die EU-Mitgliedstaaten auf bestimmte Kriterien geeinigt hatten. Darunter fällt die Regelung, dass sich die jeweiligen Länder jährlich um maximal drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) verschulden dürfen, insgesamt auf bis zu 60 Prozent des BIP. Die Europäische Zentralbank (EZB) sollte »unabhängig« von staatlichen Eingriffen die Oberhoheit über das Preisniveau und die Geldmenge ausüben. Nach neokla...

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