07.12.2016 / Thema / Seite 12

Falsch kalkuliert

Mit dem Angriff auf Pearl Harbor vor 75 Jahren eskalierte Japan die Konflikte mit den Vereinigten Staaten im asiatischen Raum. Ziel der Attacke war die Ausschaltung der US-Pazifikflotte. Eine langfristige Schwächung der USA ­erreichte das Kaiserreich damit aber nicht

Knut Mellenthin

Schon am 26. November 1941 war von einem japanischen Stützpunkt auf der zwischen Hokkaido und der russischen Halbinsel Kamtschatka gelegenen Inselgruppe der Kurilen ein großer und kampfstarker Flottenverband Richtung Süden gestartet. Vor ihm lag eine Fahrt von rund 6.000 Kilometern, an deren Ende er nach elf Tagen sein Ziel erreichte: Pearl Harbor auf der Insel O’ahu. Sie gehört zur Hawaii-Gruppe, die 4.000 Kilometer von der Westküste der Vereinigten Staaten entfernt ist. Die USA hatten sich dort 1887 das alleinige Nutzungsrecht über eine Bucht gesichert, in der sie später einen Militärstützpunkt von zentraler Bedeutung für den pazifischen Seeraum anlegten. Seit 1940 war in Pearl Harbor die US-amerikanische Pazifikflotte stationiert, deren Heimathafen früher San Diego in Kalifornien gewesen war. Im Streit mit Präsident Franklin D. Roosevelt um diese Entscheidung reichte der Kommandeur der Flotte, Admiral James O. Richardson, schließlich im Januar 1941 se...

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