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02.12.2016 / Inland / Seite 4

Prozess fast geplatzt

Mord an Yangjie Li in Dessau: Familiäre Verquickungen, nachlässige Ermittlungen, Revierleiter sieht Blutspuren nicht, jetzt Gerichtspanne

Susan Bonath

Die Polizei- und Justizpannen bei der Aufklärung des grausamen Sexualmords an der chinesischen Studentin Yangjie Li in Dessau (Sachsen-Anhalt) reißen nicht ab. Am vergangenen Freitag wurde der Prozess gegen die Tatverdächtigen, Polizistensohn Sebastian F. und seine Verlobte Xenia I., vor dem Landgericht Dessau-Roßlau gestartet, am Mittwoch wäre er dann fast geplatzt. Richterin Uda Schmidt räumte ein, eine Schöffin sei nicht vereidigt worden (siehe jW vom 1.12.). Dies wurde nachgeholt, die Anklage neu verlesen. Die Verhandlung vom Montag muss wiederholt werden. Wäre die Panne nicht aufgefallen, hätte ein späteres Urteil keinen Bestand gehabt.

Einen Grund nannte die Richterin nicht. Die Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau und die vier Verteidiger der Angeklagten wollten keine rechtlichen Schritte einleiten, berichtete die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) am Mittwoch online. Nebenklageanwalt Sven Peitzner zeigte sich erleichtert, »dass der Mangel zu Beginn des langen...

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