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30.11.2016 / Feuilleton / Seite 11

Lind, Székely, Manchen

Jubel der Woche

Jegor Jublimov

Vor 60 Jahren spielte die junge Rosalind Vorlag in Martin Hellbergs Spanien-Film »Wo du hingehst« eine Dirne. Sie war damals noch Schauspielstudentin in Babelsberg. Als sie im Jahr darauf von Helene Weigel ans Berliner Ensemble engagiert wurde, sagte die Prinzipalin: »Mit dem Namen kannst du nicht zur Bühne, Pupperl!« Gemeinsam einigte man sich auf »Katharina Lind«. Und so heißt sie bis heute.

Zwar wurde sie kein Star, aber Katharina Lind spielte im Laufe der Jahre nicht nur an Bühnen in Berlin und Thüringen, sondern übernahm auch Filmrollen, etwa in den Märchen »Die goldene Gans« und »Frau Holle«. Ihre Pechmarie war einerseits so gehässig und andererseits so menschlich nachvollziehbar, dass sie noch heute wegen der Rolle Autogrammwünsche erhält. Bei Egon Günther spielte sie 1968 die Mutter Gastl in der Becher-Adaption »Abschied« und verkörperte 1...

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