30.11.2016 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Bezahlen im Grundvertrauen

In Schweden wird sogar auf Flohmärkten bargeldlos gehandelt

Ruben Wickenhäuser

Es hält sich hartnäckig das Gerücht, dass Schweden teuer sei. Dabei stimmt das nur bedingt. So fahren Norweger über die Grenze, um billig einzukaufen. Schweden ihrerseits shoppen aus demselben Grund gerne in Deutschland. Alkohol kostet auch dank des staatlich kontrollierten Handelsmonopols in Schweden tatsächlich mehr. Aber Lebensmittel sind im Vergleich zu Deutschland wohl eher angemessen bepreist. Mieten sind vergleichsweise hoch, Häuser zu kaufen hingegen eher »billig«.

Beim alltäglichen Umgang mit den Finanzen verhält es sich anders. In dem großen Land mit den wenigen, knapp zehn Millionen Einwohnern wird viel und gern bargeldlos bezahlt. Häufig lassen Tankstellen sich nur über einen Kartenautomaten bedienen, was in dünner besiedelten Regionen ein Vorteil ist. Regional kann in Bussen nicht mehr mit Münzen oder Scheinen bezahlt werden. Ohne passende Kreditkarte oder Smartphone heißt es dann: laufen. Das Smartphone, das sich in Schweden äußerster Beliebt...

Artikel-Länge: 3358 Zeichen

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich

Jetzt die junge Welt abonnieren und Zugriff auf alle Artikel erhalten!

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe