Gegründet 1947 Dienstag, 25. Juni 2019, Nr. 144
Die junge Welt wird von 2198 GenossInnen herausgegeben
30.11.2016 / Ausland / Seite 7

Trauer und Hasspropaganda

Wie der Tod von Fidel Castro in Osteuropa aufgenommen wurde. Vor allem seine Verdienste für das kubanische Volk werden hervorgehoben

Reinhard Lauterbach, Poznan

Der Tod von Fidel Castro hat in Osteuropa gemischte Reaktionen hervorgerufen. In Russland wurde sein Erbe auf breiter Basis gewürdigt, in den osteuropäischen NATO-Staaten waren die offiziellen Kommentare zurückhaltend – vielleicht dem Grundsatz folgend, über Tote Gutes zu sagen oder zu schweigen. Die dortige Presse kolportierte die auch in Westeuropa verkündeten Phrasen über den »Abgang einer Ikone«, die Castros Lebensleistung als Ergebnis seines persönlichen Charismas darstellen – verbunden mit der Hoffnung, dass es ohne dieses Charisma mit dem kubanischen Sozialismus bald zu Ende sein werde. »Ein Staat, der seine eigenen Bürger und die Touristen ausplündert, muss früher oder später zugrunde gehen«, kommentierte die konservative polnische Zeitung Rzeczpospolita, als lebten nicht alle Staaten von Steuereinnahmen und kassierten Reisende ab. Die liberale Gazeta Wyborcza tönte von einem Regime, das den Kubanern »ihre Freiheit geraubt« habe, das liberale slow...

Artikel-Länge: 4141 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €