28.11.2016 / Feuilleton / Seite 11

Eine leicht klebrige Beziehung

Die Ausstellung »Kunst prägt Geld: Muse Macht Moneten« im Berliner Bode-Museum

Gisela Sonnenburg

Wer interessiert sich schon für historische Münzen und Medaillen? Nicht als obskure Sammlerobjekte, sondern als Kunstwerke sollen sie im Münzkabinett des Berliner Bode-Museums entdeckt werden. Am vergangenen Donnerstag wurde dort die Ausstellung »Kunst prägt Geld: Muse Macht Moneten« eröffnet. Die meisten Exponate stammen von hochkarätigen Medailleuren. Man muss wissen: Bildhauer und andere Künstler wurden zu DDR-Zeiten vom Münzkabinett mit Erfolg ermutigt, nebenher Münzen zu entwerfen. 1993 taten sich zehn dieser Berliner Medaillenkünstler, darunter die prominente Architektin und Bildhauerin Anna Franziska Schwarzbach, zusammen, um mit Münzkunst auf die Situation der Kunst im Kapitalismus aufmerksam zu machen. Alexa Küter, Kuratorin der »Moneten«-Ausstellung, betont, dass die »leicht klebrige Beziehung zwischen Kunst und Geld« für die aus der DDR stammenden Künstler damals neu war: »Sie stellten fest, dass sie sich viel mehr verbiegen und anstrengen muss...

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