28.11.2016 / Ansichten / Seite 8

Personenkult?

Zum Tod Fidel Castros

André Scheer

Nun fällt wieder das Wort vom »Personenkult«. In Kuba gebe es einen solchen um Fidel, behaupten diejenigen, die nicht nachvollziehen können, warum einfache Menschen um den langjährigen kubanischen Präsidenten trauern. Und »Personenkult« wittern auch diejenigen, die sich von Fidel-Fotos im Internet, bei Facebook und Twitter oder anderswo, belästigt fühlen.

Ist es »Personenkult«, wenn auch hierzulande Menschen um Fidel trauern? Wenn sie weinend Blumen an der kubanischen Botschaft niederlegen?

Manche Namen stehen für Epochen. Zu diesen gehört zweifellos Fidel Castro. Wer daran noch einen Zweifel hat, sollte die Reaktionen zur Kenntnis nehmen, mit denen weltweit Regierungen, Parteien und Bewegungen, aber auch einfache Menschen den Tod Fidels kommentiert haben. Selbst die widerlichen Feiern des Mobs in Miami demonstrieren: Fidel Castro war eine Persönlichkeit, an der niemand vorbeikam. Bis zuletzt drängelten sich Prä...

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