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25.11.2016 / Inland / Seite 5

Sonntag, noch ein Verkaufstag

Auf Betreiben der SPD wird in Brandenburg das Ladenöffnungsgesetz »flexibilisiert«. Die Linke setzt das um – gegen den Protest von ver.di

Johannes Supe

Adventssonntage, an denen in allen Orten die Läden geschlossen bleiben, kennt Brandenburg nicht. Am kommenden Sonntag etwa stehen in Beelitz die Verkäuferinnen hinter den Kassen, am darauffolgenden in Potsdam. In Teltow wird am dritten Advent gearbeitet, und zum vierten Advent müssen abermals die Potsdamer Einzelhandelsbeschäftigten ran. Die Gewerkschaft ver.di kämpft von jeher gegen diese sogenannten verkaufsoffenen Sonntage. Einen Monat vor Weihnachten löst das Thema neuen Streit aus. Die brandenburger Regierung aus SPD und Linkspartei macht sich daran, das Ladenöffnungsgesetz zu ändern – und mehr offene Sonntage zu ermöglichen.

Derzeit sieht das Landesgesetz vor, dass in Stadt oder Gemeinde sechs Verkaufssonntage im Jahr möglich sind. Im Gesetzentwurf des Arbeitsministeriums heißt es, künftig sollen bis zu zehn Sonntage für den Verkauf freigegeben werden können.

Allerdings ist die Materie komplizierter, als sie zunächst scheint. Bislang galt: Werden auch...

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