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25.11.2016 / Inland / Seite 4

Amtlich begleitete Radikalisierung

Auch der Verfassungsschutz nahm am geheimen Chat der neonazistischen »Oldschool Society« teil

Sebastian Lipp

In dieser Woche hat zum ersten Mal ein Verfassungsschützer im Münchner Prozess gegen vier Mitglieder der »Oldschool Society« (OSS) erklärt, wie der Inlandsgeheimdienst auf die neofaschistische Gruppe aufmerksam geworden war und warum er sie als gefährlich eingestuft hatte. Frank B. stellte sich am Dienstag als leitender Regierungsdirektor beim Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) vor. Was genau die Rolle seiner Behörde im späteren »Gefährdungssachverhalt« OSS war, verriet er nicht. Im Laufe der Vernehmung musste er aber einräumen, dass mindestens eine Person für das BfV am Gruppenchat teilgenommen hatte. Das Amt kannte zunächst das öffentliche Facebook-Profil der Gruppe, das, wie er sagt, »in erster Linie der Selbstdarstellung und Rekrutierung diente«. In dem verschlüsselten Telegram-Chat, der nur auf Einladung der Mitglieder zugänglich war, verschaffte sich die Behörde Einblick. »Was die Inhalte anbelangt«, habe sie »rechtsextremistische, völkische, ras...

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