24.11.2016 / Inland / Seite 5

Und sie streiken doch

Vor Gericht ist die Lufthansa gescheitert: Die Arbeitsniederlegung der Piloten ist ­rechtens. Die verlängerten den Ausstand kurzerhand um einen Tag

Daniel Behruzi

Nun hat die Lufthansa eine Bruchlandung erlitten. Noch im September vergangenen Jahres war es der Kranichlinie gelungen, einen Streik ihrer Piloten mit einer haarsträubenden Begründung verbieten zu lassen (siehe jW vom 10. September 2015). Das wollte sie jetzt erneut probieren. Doch das Frankfurter Arbeitsgericht und das Landesarbeitsgericht Hessen erteilten dem Konzern eine Abfuhr und wiesen den Antrag auf eine einstweilige Verfügung gegen den Streikaufruf der »Vereinigung Cockpit« (VC) in der Nacht zum Mittwoch zurück. Unmittelbar nach dem Urteil legte die Pilotenorganisation die Quittung vor: Der ursprünglich nur für Mittwoch geplante Ausstand wird um einen Tag verlängert.

Die größte deutsche Airline kommt nicht zur Ruhe. Ursache ist der von der Konzernspitze betriebene »Umbau«, der die Wettbewerbsfähigkeit mittels Lohndrückerei erhöhen soll. Das provoziert schier endlose Konflikte mit den Gewerkschaften, die im Rahmen regulärer Tarifverhandlungen ausge...

Artikel-Länge: 5201 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe