24.11.2016 / Inland / Seite 2

»Abschiebung geht vor Ausbildung«

Bayrisches Innenministerium behindert Unternehmen, die Flüchtlinge ­beschäftigen. Bundesgesetze werden ignoriert. Gespräch mit Stephan Dünnwald

Gitta Düperthal

Selbst der Leiter des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge, Frank-Jürgen Weise, der stets warnte, mit der Integration funktioniere es nicht, gibt sich optimistisch: Flüchtlinge seien besser ausgebildet als gedacht. Sie hingegen konstatieren, bayerische Behörden behinderten oft deren Arbeits- und Ausbildungsaufnahme – wie denn?

Im neuen Integrationsgesetz des Bundes ist geregelt, dass geduldete Flüchtlinge, auch wenn ihr Asylantrag abgelehnt ist, für die Dauer der Ausbildung in Deutschland bleiben können. Haben sie diese erfolgreich abgeschlossen und der Arbeitgeber übernimmt sie danach oder sie finden eine neue Arbeitsstelle, erhalten sie für weitere zwei Jahre Aufenthaltsrecht. Aus unserer Sicht ist das eine gute Brücke für Leute, die zwar kein Asyl erhalten, aber dennoch in Deutschland bleiben. Ihnen wird die Möglichkeit geboten, sich über Ausbildung und Arbeit zu integrieren. Doch das Bayerische Innenministerium stellt sich quer.

Wie äußert sich das ...

Artikel-Länge: 4106 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe