22.11.2016 / Feuilleton / Seite 11

Im leeren Kinderzimmer

Die besten Dokumentarfilme versuchen ihre Inszenierung nicht mehr zu verstecken – Eindrücke von der 25. Dokument-Art in Neubrandenburg

Peer Schmitt

Mitten im Spätherbst der deutschen Filmfestivals – Leipzig und Cottbus sind gerade vorüber, Mannheim und die Interfilm (die Berliner Kurzfilmtage) schon nachrückend, hatte es mich am vorletzten Wochenende ausgerechnet zur Dokument-Art (Eigenschreibweise: dokumenART) nach Neubrandenburg verschlagen, die ihr 25-Jahre-Jubiläum feierte. Das Festival war 1992 auf Initiative eines lokalen Kulturvereins (dem Latücht Film und Medien e. V.) in Nachfolge der 1990 eingestellten Nationalen Dokumentarfilmwoche der DDR gegründet worden.

Das Sagen in Mecklenburg Vorpommern hat natürlich vornehmlich der Norddeutsche Rundfunk. Im Rahmen des Festivals ist somit auch ein NDR-Special mit neueren Produktionen des Senders unvermeidlich (Anglerfilme u.ä., aber nichts gegen Anglerfilme, ist doch z. B. eine meiner ewigen Lieblingsfilme »Man’s Favorite Sport?«, dt.: »Ein Goldfisch an der Leine«, Howard Hawks 1964, ein ebensolcher, allerdings ganz und gar kein Dokumentarfilm).

Buchha...

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