Der Schwarze Kanal: »Verkommen«
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15.11.2016 / Feuilleton / Seite 10

»Sid? Echt jetzt?«

Den Kopf oben behalten: »Sid Schlebrowskis kurzer Sommer der Anarchie« ist ein anrührendes Jugendbuch von Klaus Bittermann

Christof Meueler

Raus aus dem Elternhaus, rein in das Genre. Der Berliner Verleger und Journalist Klaus Bittermann hat einen Ausreißerroman geschrieben und diesem doch sehr tradierten Genre eine herzergreifende Coming-of-Age-Story abgetrotzt. Grundlage war eine Zeitungsmeldung, die Bittermann 35 Jahre lang aufgehoben hatte, um sie dann zu einem Roadmovie auszuweiten. Das spielt zum Glück nicht im Wim-Wenders-Alice-in-den-Städten-Deutschland der 70er Jahre (gähn), sondern Anfang der 80er an mondänen Orten in Italien und in der Schweiz, wo es bis heute prinzipiell schon mal besser schmeckt als hierzulande.

Bittermann saß ja früher im Rostbratwurstland Franken fest, bevor er nach Berlin flüchtete. Es könnte sein, dass sein minderjähriger Romanheld aus derselben Gegend stammt, doch das wird in »Sid Schlebrowskis kurzer Sommer der Anarchie und seine Suche nach dem Glück« nicht weiter ausgeführt. Fest steht nur, dass er aus dem »Tal der Blöden« weg will, aus einer »kleinen Stadt...

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