Schwarzer Kanal
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15.11.2016 / Ausland / Seite 7

Gewöhnlicher Polizeistaat

Ein Jahr nach dem Bataclan-Attentat in Paris: Die französische Regierung hat das Leben im »Ausnahmezustand« zur Normalität gemach

Hansgeorg Hermann

Die Menschen in Frankreich werden wohl auch in den kommenden sechs Monaten mit stark eingeschränkten Bürgerrechten leben müssen. Der nach dem Attentat auf die Pariser Konzerthalle Bataclan vor zwölf Monaten von der sozialdemokratischen Regierung verhängte »Ausnahmezustand« (franz.: État d’urgence) soll, wie Ministerpräsident Manuel Valls am Wochenende in einem Interview mit dem britischen Sender BBC ankündigte, mindestens bis zur Präsidentschaftswahl im Mai 2017 bestehenbleiben. Bei dem Anschlag waren am 13. November des vergangenen Jahres im Bataclan und in benachbarten Bistros 130 meist junge Menschen von einer dem »Islamischen Staat« (IS) zugerechneten terroristischen Einheit ermordet worden. Die berühmte Musikhalle wurde am Samstag mit einem Konzert des englischen Musikers Sting wiedereröffnet, 1.500 Besucher gedachten der Toten.

Das Leben hat sich in der französischen Hauptstadt seit November 2015 verändert: Beamte der gepanzerten Spezialeinheit C...

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