15.11.2016 / Titel / Seite 1

Agenda-Krieger for president

CDU und CSU geben ihren Widerstand gegen die Kandidatur Frank-Walter Steinmeiers zum Bundespräsidenten auf. Der Mann ist bei Krieg, Armutspolitik und sogar Folter verlässlich

Arnold Schölzel

Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hat sich mit seinem Vorschlag, seinen Parteifreund Frank-Walter Steinmeier als Koalitionskandidaten für die Bundespräsidentenwahl am 12. Februar 2017 zu nominieren, durchgesetzt. Am Montag stimmten CDU und CSU nach mehrwöchigem Sträuben der Nominierung zu. Bereits am Sonnabend soll es bei einem Geheimtreffen zwischen Gabriel und CSU-Chef Horst Seehofer in München zu einer Einigung gekommen sein. Die jetzige Entscheidung dürfte als politische Reaktion auf den Wahlsieg Donald Trumps in den USA bewertet werden. Steinmeier hatte Trump kurz vor der Wahl als »Hassprediger« bezeichnet.

Die CDU-Vorsitzende Angela Merkel und Seehofer sprachen am Montag von einer »Entscheidung der Vernunft«. In einer Stellungnahme bezeichnete die Bundeskanzlerin Steinmeier als »Mann der Mitte« und erklärte, dass »gerade in unsicheren Zeiten« die Personalie ein Zeichen »für Stabilität« sei. Vermutlich zählt sie zu den Unsicherheiten auch die Wahl Tr...

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