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12.11.2016 / Ausland / Seite 6

Keine Illusionen

Die progressiven Regierungen in Lateinamerika werden Donald Trump an seinen Taten messen – doch lässt seine Wahlkampagne nichts Gutes erahnen

Volker Hermsdorf

Alle Regierungen Lateinamerikas gratulierten Donald Trump, der Etikette entsprechend, zu seinem Wahlsieg. Neben nahezu gleichlautenden diplomatischen Glückwünschen gab es indes höchst unterschiedliche Einschätzungen und Erwartungen. Während rechtslastige Staatschefs wie Michel Temer (Brasilien), Mauricio Macri (Argentinien) und Juan Manuel Santos (Kolumbien) das Ergebnis fast euphorisch als »Erfolg der Demokratie« in den Vereinigten Staaten bezeichneten, waren die Reaktionen in anderen Ländern des Kontinents eher verhalten.

»Mit Trumps Sieg sind Mexikos schlimmste Ängste wahr geworden«, berichtete die Washington Post am Mittwoch über die Stimmung beim südlichen Nachbarn. Der neue US-Präsident hatte im Wahlkampf angekündigt, an der mehr als 3.000 Kilometer langen Grenze eine Mauer zu errichten, deren Kosten der Regierung Mexikos in Rechnung gestellt würden. Wenn das Land nicht zahle, würden die USA alle Überweisungen von lateinamerikanischen Einwanderern an...

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