11.11.2016 / Feuilleton / Seite 11

»Ruf an die Menschheit«

In Hildesheim wird am Wochenende ein sinfonisches Werk des Kommunisten und Musiktheoretikers Erwin Johannes Bach (1897–1961) uraufgeführt

F.-B. Habel

Den Ruf einer Musikstadt verdankt Hildesheim auch dem Generalmusikdirektor des Theaters für Niedersachsen, Werner Seitzer. Seit Jahrzehnten sorgt er für musikalische Höhepunkte. Einen ganz besonderen hält seine letzte Spielzeit vor dem Ruhestand am kommenden Sonntag parat. Seitzer wird die Uraufführung des sinfonischen Werks »Ruf an die Menschheit« dirigieren, das Erwin Johannes Bach, ein großer und beinahe vergessener Sohn der Stadt, vor 60 Jahren komponierte.

Nachdem Bach am Andreaneum in Hildesheim sein Abitur abgelegt hatte, musste er in den Krieg. Er kam direkt an die Front. 1917 fiel sein Bruder Hans. Die schlimmen Erfahrungen führten den Lehrersohn in die Reihen der organisierten Kriegsgegner. In Berlin absolvierte er ein umfangreiches Musikstudium, das Komposition und Dirigat einschloss. 1926 trat er als Konzertpianist hervor und wurde dann 1929 durch sein bahnbrechendes Werk »Die vollendete Klaviertechnik« als Theoretiker bekannt. »Bach ist de...

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