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05.11.2016 / Inland / Seite 4

»Beweise, die keine sind«

Hamburger Richterin steht nach Freisprüchen und Kritik an Ermittlungsmethoden im Fadenkreuz rechter Hetzer

Kristian Stemmler

Eine Hamburger Richterin gerät in den Fokus der Rechten. Unter der Überschrift »Richterin entschuldigt sich bei Sexmob« wird aktuell auf Politically Incorrect, einer beliebten Website bei Neonazis, Anhängern der AfD und von Pegida, gegen Anne Meier-Göring, Vorsitzende der Jugendkammer am Landgericht Hamburg, gehetzt. Sie hatte am Anfang der Woche drei Migranten vom Vorwurf der sexuellen Nötigung freigesprochen und sich bei ihnen entschuldigt. In der Urteilsbegründung übte die Richterin scharfe Kritik an Polizei und Staatsanwaltschaft.

Mit dem Freispruch ging auch der letzte Prozess zu den Ereignissen der Silvesternacht auf dem Hamburger Kiez – damals sollen mehr als 400 Frauen Opfer sexueller Übergriffe geworden sein – ohne Verurteilung zu Ende. Den drei Männern aus Marokko, Tunesien und dem Iran im Alter von 20, 24 und 26 Jahren war vorgeworfen worden, eine 18 Jahre alte Studentin an der Großen Freiheit begrapscht zu haben. Richterin Meier-Göring sagte la...

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