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04.11.2016 / Inland / Seite 5

Union-Busting hat Hochkonjunktur

Studie: Störfeuer gegen Betriebsratsgründungen sind in der deutschen Wirtschaft weit verbreitet

Ralf Wurzbacher

Gäbe es am Mannheimer Standort des Schweizer Pharmakonzerns Roche keinen Betriebsrat, existierte dort wohl auch kein Logistikzentrum mehr. Die Firmenleitung wollte den Bereich vor zwei Jahren auslagern und damit 400 Arbeitsplätze vernichten. Es kam anders: Die Beschäftigtenvertretung wehrte sich erfolgreich und rettete den Werksteil samt der bedrohten Jobs. Hätte das Werttransportunternehmen Prosegur keinen Betriebsrat, hätten dessen Geldboten bis heute keine festen Pausenzeiten – was in der Branche die Regel ist. Die beiden Fälle sind zwei von 14 Projekten, die für den Deutschen Betriebsräte-Preis nominiert sind. Verliehen wird dieser auf dem Betriebsrätetag, der vom 8. bis 10. November in Bonn stattfindet. Wie hart Verbesserungen erkämpft werden müssen, beleuchtet eine Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung, die am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Danach ist es verbreitete Praxis ...

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