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03.11.2016 / Thema / Seite 12

Das Problem heißt Rassismus

Vorabdruck. Fünf Jahre nach der Aufdeckung der Mordserie des »Nationalsozialistischen Untergrunds« ist noch immer unklar, ­inwieweit der Staat darüber ­informiert und darin ­involviert war

Yavuz Selim Narin und Bahar Aslan

Zum 5. Jahrestag der Aufdeckung der faschistischen Mordserie der Terrorgruppe »Nationalsozialistischer Untergrund« (NSU) am 4. November erscheint im Kölner Papy Rossa-Verlag der Sammelband »Die haben gedacht, wir waren das. MigrantInnen über rechten Terror und Rassismus«. Die Redaktion bringt im folgenden mit freundlicher Genehmigung des Verlages die leicht gekürzten und bearbeiteten Beiträge des Rechtsanwalts Yavuz Selim Narin, der im Münchner NSU-Prozess die Nebenklage für die Angehörigen von Theodoros Boulgarides vertritt, sowie der Grünen-Politikerin und angehenden Lehrerin Bahar Aslan. (jW)

Im Mai 2011, d. h. ein halbes Jahr vor der Selbstenttarnung des NSU, erteilten mir die Hinterbliebenen des am 15. Juni 2005 in München ermordeten Theodoros Boulgarides ein Mandat. Sie wollten endlich Antworten. Warum wurde der Familienvater am hellichten Tag in seinem Ladenlokal mit drei Schüssen ins Gesicht hingerichtet? Warum hatte die sonst doch so erfolgrei...

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