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03.11.2016 / Feuilleton / Seite 10

Die Hände im Bottich

Schnell auf den wunden Punkt: Bericht von der Jahrestagung der Kurt-Tucholsky-Gesellschaft in Szczecin

Frank Burkhard

»Das Loch ist der Grundpfeiler dieser Gesellschaftsordnung, und so ist sie auch. Die Arbeiter wohnen in einem finstern, stecken immer eins zurück, und wenn sie aufmucken, zeigt man ihnen, wo der Zimmermann es gelassen hat, sie werden hineingesteckt, und zum Schluss überblicken sie die Reihe dieser Löcher und pfeifen auf dem letzten.« In Kurt Tucholskys Glosse »Zur soziologischen Psychologie der Löcher« gibt es für den Rezitator sprachliche Feinheiten auszukosten. Am Wochenende trugen Germanistik-Studenten aus Szczecin diesen und andere Texte des Meisters mit fröhlicher Leichtigkeit vor. Ein würdiger Abschluss der Jahrestagung der Tucholsky-Gesellschaft in der Stadt an der Oder-Mündung, in der Tucholsky – bekannt als frankophiler Berliner – einen großen Teil seiner Kindheit verbracht hatte. Im Alter von drei Jahren war er mit seinen Eltern nach Stettin gezogen, hatte dort auch die ersten Schuljahre verbracht.

Den Anstoß für die Tagung in Polen gab der Verei...

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