29.10.2016 / Schwerpunkt / Seite 3

»Strategische Autonomie«

Die EU soll stärker in die NATO eingebunden werden. Dabei ist Brüssel bestrebt, sich von der Kriegsallianz zu emanzipieren und militärisch eigene Wege zu gehen

Jörg Kronauer

»Die Zusammenarbeit zwischen der NATO und der EU ist enger als jemals zuvor« – das stellte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg fest, als er am Donnerstag nach dem Treffen der NATO-Verteidigungsminister in Brüssel Bilanz zog. In der Ägäis unterstütze das Kriegsbündnis mit seinem Einsatz zur Flüchtlingsabwehr die EU, hieß es in der offiziellen Abschlusserklärung; im Mittelmeer kooperiere die neue NATO-Operation »Sea Guardian« außerdem sehr eng mit der EU-Operation »Sophia«. Auf dem Treffen habe man nun überlegt, wo man die Zusammenarbeit weiter intensivieren könne: bei der Abwehr hybrider Bedrohungen etwa, in der Vorbereitung auf einen Cyberkrieg; man könne gemeinsam verbündete Staaten unterstützen und gemeinsame Manöver durchführen. Man werde die Zusammenarbeit weiter ausbauen, kündigte Stoltenberg an: Im Dezember werde er den NATO-Ministern gemeinsam mit der EU-Chefaußenpolitikerin Federica Mogherini »über die praktischen Schritte berichten, die die NAT...

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