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27.10.2016 / Inland / Seite 5

Übereifriger Schnüffler

Reaktion auf Presseberichte: Jobcenter Stade zieht Fragebogen zu Intimpartnern zurück. Ein einzelner Mitarbeiter habe seine Kompetenzen überschritten

Susan Bonath

Dürfen Jobcenter ihre Klienten unter Strafandrohung über Sexualpartner ausfragen? Das Unglaubliche geschah im niedersächsischen Stade. Womit das Amt offenbar nicht gerechnet hatte: Die betroffene Schwangere schaltete einen Rechtsanwalt ein. Seine Kanzlei veröffentlichte den Fragebogen. jW hakte nach und berichtete in der Dienstagausgabe, weitere ­Medien griffen den Fall auf. Mit Erfolg: Aufgeschreckt durch die Presse zog das Jobcenter das Papier nun zurück und entschuldigte sich bei der Bedrängten. Es handele sich um einen »bedauerlichen Fehler«, beteuerte Behördenleiter Friedhelm Keiser am Dienstag gegenüber jW und erklärte öffentlich: »Solche persönlichen Fragen dürfen wir nicht stellen.«

Nach Angaben des Bremer Sozial­rechtsanwalts Jan Strasmann hatte die werdende Mutter gegenüber ihrem Sachbearbeiter im Jobcenter Stade erklärt, sie wisse nicht, wer der Vater ihres ungeborenen Kindes ist. Daraufhin hatte dieser ihr Ende August einen »Zusatzfragebogen« g...

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