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22.10.2016 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Krösus braucht Geld

Ölscheichs erstmals knapp bei Kasse: Saudi-Arabien borgt sich am Finanzmarkt 17,5 Milliarden Dollar. Das war dringend. Weitere Anleihen dürften folgen

Gerrit Hoekman

Am Mittwoch hat Saudi-Arabien erstmals Staatsobligationen in einer ausländischen Währung angeboten. Der Schritt war bereits seit Monaten erwartet worden, entsprechend groß war das Interesse der Finanzmarktakteure. 17,5 Milliarden US-Dollar konnte der Staat am Ende des Tages realisieren. Ein neuer Rekord für ein sogenanntes Schwellenland. Die Konditionen sind verlockend für Gläubiger. Wer sein Geld über 30 Jahre anlegt, erhält zwei Prozent mehr Zinsen als bei Staatsanleihen der USA.

Es ist noch nicht lange her, da wäre es wahrscheinlicher gewesen, dass in der Wüste ein neuer Regenwald wächst, als dass sich Saudi-Prinzen im Ausland Milliarden für ihren Staat pumpen müssen. Der, und seine faktischen Eigner aus der Dynastie um die Saud-Sippe, schwammen in Petrodollars wie Dagobert Duck in seinen Talern. Doch seitdem die Ölförderstaaten vor zwei Jahren einen von den Saudis selbst angezettelten ruinösen Preiskampf begonnen haben, weist der Staatshaushalt Lücken ...

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