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22.10.2016 / Schwerpunkt / Seite 3

»Sie bekamen ein ordentliches Frühstück«

Am 1. Juni 1988 räumte die Westberliner Polizei das Lenné-Dreieck. DDR-Grenztruppen halfen den Besetzern. Gespräch mit Günter Leo

Robert Allertz

Können Sie sich noch an den 1. Juni 1988 erinnern?

Das war doch der Tag, als die Westberliner Polizei das Lenné-Dreieck räumte …

Genau. Erzählen Sie mal. Sie waren damals Stabschef im Grenzkommando Mitte.

Etwa 200 Westberliner hielten seit März ’88 diese vier Hektar besetzt und hatten dort ein Hüttendorf errichtet. Das Gebiet gehörte, obgleich es westlich der Mauer lag, der DDR, sollte aber im Zuge eines Gebietsaustausches an Westberlin gehen. Im Schöneberger Rathaus plante man dort eine Stadtautobahn, die jungen Leute protestierten gegen die beabsichtigte Naturzerstörung. Die Westberliner Polizei lieferte sich mit ihnen monatelang Duelle, konnte aber das Areal nicht räumen – schließlich war es exterritoriales Gebiet für Westberliner Behörden, welches sie nicht betreten durfte. Und uns war es egal. Dann erfolgte am 1. Juni der Eigentümerwechsel – die Polizei stürmte sofort.

Und die Protestierer brachten sich in Sicherheit, indem sie über die Mauer stiegen und...

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