21.10.2016 / Ausland / Seite 7

Pate in der Patsche

Brasiliens früherer Parlamentspräsident Eduardo Cunha wegen Korruption festgenommen. Risse im Gebäude der Macht

Peter Steiniger

Willkommen in der »Republik von Curitiba«: Etwas mehr als zwei Monate nach dem Verlust der parlamentarischen Immunität hat der PMDB-Politiker Eduardo Cunha eine Zwölf-Quadratmeter-Zelle in der Hauptstadt des Bundesstaates Paraná bezogen. Er ist weit mehr Luxus gewohnt und ein Parteifreund von Brasiliens Präsidenten Michel Temer. Auf unbestimmte Zeit sorgt nun ein Gefängnis der Bundespolizei für seine Kost und Logis. Die Ermittlungsgruppe im »Lava Jato«-Korruptionsskandal, die wie ein Staat im Staat agiert, ist dessen Hausherr. Am Mittwoch war Cunha in seiner Dienstwohnung in der Hauptstadt Brasília auf Weisung des Richters Sérgio Moro festgenommen und umgehend mit einem Polizeijet nach Curitiba verbracht worden. Cunha steht seit langem unter dem Verdacht von Geldwäsche und Korruption. Auf Schweizer Konten soll er Millionen aus Schmiergeldzahlungen gebunkert haben. Die Anordnung der Untersuchungshaft erfolgte nun mit der Begründung, dass Flucht- und Verdun...

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