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21.10.2016 / Inland / Seite 4

Nachts auf die Straße gesetzt

Stadt Duisburg vertreibt Romafamilien aus Wohnungen im Stadtteil Marxloh. Augenzeugen berichten von brutalem Vorgehen

Markus Bernhardt

Die Ruhrgebietsmetropole Duisburg sorgt erneut für Negativschlagzeilen. Zeugen bestätigten gegenüber jW, dass es in den vergangenen Wochen in mehreren Fällen zu offenbar rechtswidrigen Einsätzen des Duisburger Ordnungsamtes im als »Problembezirk« ausgemachten Stadtteil Marxloh gekommen ist. Dabei sei es, so berichten Beobachter, die aus Angst vor staatlichen Repressionsmaßnahmen nicht namentlich erwähnt werden wollen, auch zu gewalttätigen Übergriffen von Ordnungsamtsmitarbeitern auf Bewohner von Mietshäusern gekommen. Die offizielle Begründung der Räumungen sind »Schutzmaßnahmen« der Bewohner aufgrund maroder Bausubstanz. In einer Wohnung in der Hagedornstraße sollen Mieter unter anderem mit Pfefferspray bedroht worden sein. »Eine Minderjährige, die sich zwischen ihren Bruder und den Ordnungsamtsmitarbeiter werfen wollte, wurde von den Beamten gepackt und vor die Wand geschleudert und dadurch an der Hand verletzt«, schilderte ein Augenzeuge im Gespräch m...

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