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18.10.2016 / Inland / Seite 4

Wo sich Wege kreuzen konnten

NSU-Zeugen sollen Waldhütte in der Nähe des Fundorts der Leiche von Peggy Knobloch genutzt haben. Auch V-Mann »Undertaker« hatte in der Gegend zu tun

Claudia Wangerin

Nachdem vor wenigen Tagen die DNA von Uwe Böhnhardt an einem Stoffetzen vom Fundort der Knochen von Peggy Knobloch festgestellt wurde, stellt sich die Frage, wie sich die Wege des untergetauchten Neonazis und der Neunjährigen im Jahr 2001 kreuzen konnten. Dass der mutmaßliche NSU-Terrorist allein – und von allen »Kameraden« unbemerkt – nebenbei als Triebtäter agiert hat, ist mit Blick auf sein Umfeld allerdings zweifelhaft.

Ein Pilzsammler hatte im Juli 2016 die sterblichen Überreste des Mädchens aus dem oberfränkischen Lichtenberg rund 15 Kilometer entfernt in einem Waldstück bei Rodacherbrunn in Thüringen entdeckt. Opferanwälte und Beobachter des Münchner NSU-Prozesses erinnern sich an mindestens drei Zeugen aus der rechten Szene, die sich regelmäßig in diesem Teil der Grenzregion zwischen Bayern und Thüringen bewegten. Zwei der Männer sollen in der Gegend eine Waldhütte genutzt haben und sind bereits im Zusammenhang mit pädosexuellen oder anderen schwer...

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