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14.10.2016 / Feminismus / Seite 15

Der falsche Feminismus der Hillary Clinton

Linke Analyse der Politik der Präsidentschaftskandidatin der US-Demokraten in einem Sammelband

Michael Zander

Bei der US-Präsidentschaftswahl am 8. November steht die Wahlbevölkerung vor einer wenig ermutigenden Alternative. Donald Trump, Kandidat der Republikanischen Partei, ist berüchtigt für seine offen rassistischen, frauenfeindlichen und sozialdarwinistischen Ausfälle. Demgegenüber erscheint seine Konkurrentin Hillary Clinton von den Demokraten als respektable Politikerin. Vertreterinnen des Mainstreamfeminismus versprechen sich von ihrer Wahl Vorteile. Doch diese Hoffnung trügt, finden linke Feministinnen. In einem Sammelband, der bisher nur auf englisch erschienen ist, begründen sie, warum. Der Titel des Buches, »False Choices« (»Falsche Entscheidungen«), ist eine Anspielung auf Clintons Autobiographie »Hard Choices« von 2014. Die Herausgeberin Liza Featherstone stellt in der Einleitung klar, Feminismus sei keine Frage der »Anatomie«, sondern eine von politischen Positionen.

Clinton gilt als militärische Hardlinerin. Laura Flanders erinnert daran, dass die ...

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