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14.10.2016 / Schwerpunkt / Seite 3

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Berlin gegen Beteiligung an der Deutschen Bank. EU sieht Unternehmensbeteiligung vor, Nationalstaaten fürchten Ausverkauf strategischer Sektoren

Simon Zeise

Die nächste Bankenkrise liegt in der Luft. Der Aktienkurs der Deutschen Bank ist abgeschmiert. In der vorigen Woche lag er auf einem Allzeittief unter zehn Euro – am Vorabend der Finanzkrise im Mai 2007 riss das Papier noch die 100-Euro-Marke. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, dass die nationalen Regierungen in der Europäischen Union einen neuen »Bankenrettungsschirm« aufspannen. Die Bundesregierung soll sich mit der Deutschen Bank bereits über einen Notfallplan verständigt haben, demzufolge Berlin sich mit 25 Prozent am Geldhaus beteiligen soll. Ebenso war sie mit der Commerzbank verfahren, die 2009 teilverstaatlicht wurde. Doch ein Jahr vor der Bundestagswahl wird Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sich mit Händen und Füßen gegen einen »Bail-in« wehren – Steuergeld für Zockerbanken auszugeben ist angesichts klammer öffentlicher Kassen unpopulär: In einer Emnid-Umfrage vom 3. Oktober sprachen sich 69 Prozent der Befragten gegen eine Staatsbeteiligu...

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