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13.10.2016 / Ausland / Seite 7

Pentagon droht Jemen

Nach angeblichem Raketenbeschuss eines Kriegsschiffs ziehen USA »Vergeltungsschläge« in Erwägung. Angeblicher Zwischenfall aber unbewiesen

Knut Mellenthin

Die US-Regierung hat am Dienstag zum ersten Mal mit direkten Militärschlägen gegen die in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa regierende Koalition gedroht. Bisher sind die USA offiziell lediglich indirekt mit Waffenlieferungen, »logistischer Unterstützung« und der Weitergabe von Informationen am Krieg Saudi-Arabiens und seiner Verbündeten im Jemen beteiligt.

Hintergrund des Kurswechsels ist ein Zwischenfall, der sich nach Darstellung des Pentagon am Sonntag in internationalen Gewässern vor der jemenitischen Küste ereignet haben soll. Im Abstand von etwa 60 Minuten seien zwei Raketen abgeschossen worden, die »in der Nähe« des US-Zerstörers »Mason« ins Wasser gefallen seien, teilte Pentagon-Sprecher Jeff Davis am Montag mit. Der Startort der Raketen liege in einem Gebiet, das von dem Bündnis zwischen der schiitischen Ansarollah und Teilen der regulären Streitkräfte kontrolliert wird.

Während ein Sprecher der US-Navy am Montag noch einräumte, man wisse nicht ei...

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