Gegründet 1947 Sa. / So., 23. / 24. Februar 2019, Nr. 46
Die junge Welt wird von 2161 GenossInnen herausgegeben
13.10.2016 / Inland / Seite 4

Das Quartett an der Synagoge

NSU-Prozess: Zschäpe soll mit drei weiteren Personen in Berlin Anschlagsziele gesucht haben

Claudia Wangerin

Nach 16 Jahren wäre das Wiedererkennen von Personen, die der Zeuge nur einmal kurz gesehen hat, im Normalfall von geringem Beweiswert. Der ehemalige Polizist, der sicher ist, Beate Zschäpe und Uwe Mundlos am 7. Mai 2000 mit Kartenmaterial im Umfeld einer Synagoge in Berlin gesehen zu haben, gab dies allerdings schon einen Tag später zu Protokoll. Am Abend nach seiner Beobachtung hatte er Fahndungsfotos von Zschäpe und Mundlos in der MDR-Sendung »Kripo live« gesehen. Im Münchner NSU-Prozess stellte der Vorsitzende Richter Manfred Götzl Beate Zschäpe am Mittwoch Fragen zu dem Sachverhalt, die die Hauptangeklagte – wie immer – nur schriftlich beantworten will. Am Dienstag war bekanntgeworden, dass das Gericht den Polizeibeamten als Zeugen vernehmen will, der damals zum Objektschutz für die Synagoge im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg eingeteilt war. Beantragt hatte dessen Ladung Nebenklageanwalt Yavuz Narin, der Angehörige des 2005 in München erschossenen ...

Artikel-Länge: 3920 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €