11.10.2016 / Titel / Seite 1

Staatsterror in Ankara

Türkei: Polizei greift Gedenkkundgebung zum Jahrestag von Attentat auf Friedensdemonstration an. PKK sieht Regierung und IS hinter Anschlag

Nick Brauns

In der türkischen Hauptstadt Ankara ist die Polizei am Montag mit Wasserwerfern, Gasgranaten und Gummigeschossen gegen Demonstranten vorgegangen, die der mehr als 100 Menschen gedenken wollten, die vor einem Jahr bei einem Anschlag auf eine Friedensdemonstration getötet worden waren. Zuvor hatte Provinzgouverneur Kemal Önal die Gedenkkundgebung unter Verweis auf den seit dem gescheiterten Putschversuch im Juli geltenden Ausnahmezustand verboten. Nur nächsten Angehörigen der Opfer wurde der Zugang zum Attentatsort gestattet. Der Anschlag vom 10. Oktober 2015 war der mit den meisten Todesopfern in der jüngeren Geschichte der Türkei. Zwei Selbstmordattentäter hatten damals inmitten der Menge von Demonstranten ihre Sprengsätze gezündet und 103 Menschen mit in den Tod gerissen, rund 500 weitere wurden verletzt.

Bereits am Sonntag fanden in mehreren Städten des Landes Gedenkveranstaltungen statt, bei denen es ebenfalls zu Polizeiübergriffen kam. Im Urlaubsort Al...

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