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08.10.2016 / Schwerpunkt / Seite 3

»Nicht Ursache, sondern Folge«

PKK entstand als Reaktion auf Kolonialismus und Unterdrückung. Gespräch mit Songül Karabulut

Peter Schaber

Der deutsche Staat geht wieder verstärkt gegen die kurdische Bewegung vor. Es gibt mehr Verhaftungen, ein Kulturfestival in Köln wurde unlängst polizeilich behindert. Mit welchem politischen Ziel?

Die antikurdische Politik der Bundesregierung ist nicht neu. Spätestens seit 1988, als erste Verfahren gegen angebliche PKK-Aktivisten eröffnet wurden, handeln deutsche Regierungen so. Gerade mit Blick auf die kurdische Frage werden stets die Interessen der Türkei bedient. Ankara verlangt von seinen westlichen Bündnispartnern die Verfolgung der kurdischen Bewegung – sie tun es und stellen im Gegenzug wirtschaftliche und politische Forderungen an die Türkei. Dass die Repression aktuell zunimmt, hat mit der Entwicklung in der Region zu tun. Man will, wie seit dem Ersten Weltkrieg, die Kurden hindern, ihre Rechte durchzusetzen. Deutschland leistet der Türkei dazu Beihilfe.

Geht das Kalkül auf, die politische Organisierung der Kurden hier zu erschweren, der Community...

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