06.10.2016 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Indiens neuer Ehrgeiz

Drittgrößter »Klimasünder« der Welt ratifiziert Pariser Abkommen. Dessen Umsetzung erfordert entschlossenes Handeln. Vor allem im Energiesektor

Thomas Berger

Auch Indien setzt auf Klimaschutz. Am Sonntag hinterlegte das Land bei den Vereinten Nationen die Ratifizierungsurkunde für das Abkommen von Paris. Der 2. Oktober hat auch eine symbolische Bedeutung, denn er ist der Geburtstag von Mohandas Karamchand »Mahatma« Gandhi, dem Vater der indischen Unabhängigkeit, und einer der drei Nationalfeiertage. Der mit 4,5 Prozent Anteil drittgrößte Treibhausgasemittent der Welt ist damit der 62. Staat, der die Vereinbarung ratifiziert hat. Das brachte die Weltgemeinschaft ihrem Ziel, dass das Abkommen noch in diesem Jahr in Kraft treten kann, einen Schritt näher. Eine Hürde wurde bei der UN-Generalversammlung in New York im vergangenen Monat genommen. Denn erst wenn mindestens 55 Länder, die für mindestens 55 Prozent des Ausstoßes von Treibhausgasen verantwortlich sind, den Vertrag ratifiziert haben, tritt die Vereinbarung von Paris offiziell in Kraft. Am Montag hat auch das EU-Parlament das Abkommen ratifiziert. Damit k...

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