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05.10.2016 / Inland / Seite 5

Amazon wieder im Visier

Gewerkschaft ver.di macht erneut mit Streiks in deutschen Logistikzentren Druck. US-Konzern verweigert weiter Tarifverhandlungen

Jana Frielinghaus

Schon wieder Streik bei Amazon: An fünf Standorten in der Bundesrepublik legten Beschäftigte des US-Internethandelskonzerns am Dienstag die Arbeit nieder. Den Kollegen geht es um einen Tarifvertrag nach den Konditionen des Einzel- und Versandhandels. Das Unternehmen lehnt aber seit inzwischen mehr als drei Jahren Verhandlungen darüber strikt ab. Die Begründung: Man gedenke weiter in Anlehnung an die Rahmentarife der Logistikbranche zu entlohnen, heißt es aus der Münchener Amazon-Deutschland-Zentrale. Lege man diese zugrunde, bewege man sich schon an der Obergrenze des Üblichen, erklärt das Management immer wieder. Zudem sei man auch ohne Vertrag ein »verantwortungsvoller Arbeitgeber«. Mitarbeiter starteten mit einem durchschnittlichen Basislohn von 10,40 Euro brutto pro Stunde, nach zwei Jahren seien es 12,41 Euro. Selbst bei letzterem Satz liegen die Monatsentgelte damit noch unter der offiziellen Niedriglohngrenze in der BRD von derzeit 2.056 Euro monat...

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