Der Schwarze Kanal
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04.10.2016 / Titel / Seite 1

Nein zum Frieden

Referendum in Kolumbien: Knappe Mehrheit votiert gegen Abkommen zwischen Regierung und Guerilla. Santos und FARC wollen Prozess fortsetzen

André Scheer

In Kolumbien ist der Friedensprozess zwischen der Regierung und der FARC-Guerilla in eine schwere Krise geraten. Beim Referendum über das Ende September in Cartagena unterzeichnete Abkommen, das den seit mehr als einem halben Jahrhundert andauernden Bürgerkrieg beenden sollte, stimmte eine knappe Mehrheit mit Nein. Wie die Wahlbehörde nach Auszählung fast aller Wahlscheine am Sonntag abend (Ortszeit) mitteilte, votierten 50,2 Prozent gegen den Vertrag, 49,8 Prozent sagten ja. Die Beteiligung lag nur bei 37,4 Prozent.

Nicht nur das knappe Ergebnis im nationalen Maßstab spiegelt die Polarisierung in Kolumbien wider. Auch die regionalen Unterschiede zeigen, wie gespalten das Land ist. Vor allem in den Gebieten, die besonders unter dem bewaffneten Konflikt zu leiden hatten, gab es eine große Mehrheit für den Frieden. In Nariño und Cauca an der Pazifikküste lag die Zustimmung bei jeweils rund zwei Dritteln der Stimmen. Auch im Norden, Osten und Süden stimmten o...

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