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30.09.2016 / Inland / Seite 4

Anonyme Spuren

Oberstaatsanwältin zeigte vor NSU-Untersuchungsausschuss Desinteresse an bisher nicht zugeordneter DNA.

Claudia Wangerin und Christiane Mudra

Oberstaatsanwältin Anette Greger hat am Donnerstag die knappe Erklärung von Beate Zschäpe vor dem Oberlandesgericht München verpasst, in der sich die Hauptangeklagte nach mehr als drei Jahren NSU-Prozess von neonazistischem Gedankengut lossagte. Greger, die Zschäpe seit Mai 2013 als Teil der Bundesanwaltschaft in roten Roben gegenübersitzt, musste an diesem Tag selbst Fragen beantworten: Sie war als Zeugin vor den NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestags geladen.

Die 50jährige verzichtete zu Beginn auf die Möglichkeit, die ihr bekannten Sachverhalte im Zusammenhang darzustellen. Einen ausgeprägten Sinn für Zusammenhänge offenbarte sie auch in den Fragerunden nicht – sie versicherte aber, dass sie und ihre Kollegen »keine Beißhemmung« hätten, wenn es Anhaltspunkte gäbe, dass der Verfassungsschutz während der Mord- und Anschlagsserie vom »Nationalsozialistischen Untergrund« (NSU) gewusst hätte.

Zunächst bestätigte sie, es gebe neben dem Münchner Prozess mi...

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