Schwarzer Kanal
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24.09.2016 / Kapital & Arbeit / Seite 2

»Mehrheit würde ökonomisch verlieren«

Studie: 200.000 Arbeitsplätze werden durch Handelsabkommen CETA allein in der EU bis 2023 vernichtet. Ein Gespräch mit Roland Süß

Ralf Wurzbacher

Für die politischen und wirtschaftlichen Eliten ist ausgemacht, dass vom »freien« Welthandel alle profitieren: die Industrie, Dienstleister sowie einfache Beschäftigte. Jetzt prognostiziert eine Studie der Tufts University in Boston, dass mit dem CETA-Abkommen zwischen der EU und Kanada bis zu 230.000 Arbeitsplätze verlorengehen werden. Wie gelangen die Forscher zu dem Befund?

Die Autoren hantieren nicht, wie die ganzen Mainstreamökonomen, mit diesem unrealistischen Simulationsmodell, das auf zwei Annahmen beruht: Vollbeschäftigung und darauf, das Abkommen werde sich nicht auf die Einkommensentwicklung auswirken. Nach dieser unsinnigen Theorie machen die durch CETA profitierenden Wirtschaftssektoren die Arbeitsplatzverluste in den schrumpfenden Sektoren nicht nur wett, sondern sorgten in der Gesamtsicht sogar für mehr Jobs. Dass mit wachsender Marktkonzentration und Monopolisierung der Lohndruck und Arbeitsplatzabbau insgesamt zunehmen, kommt diesen Leuten...

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